Sanierung "Ortsmitte"

Die Gemeinde Rust strebt die städtebauliche Aufwertung der Ortsmitte an und wurde mit dieser Sanierungsmaßnahme in das Landessanierungsprogramm 2013 aufgenommen. Die Durchführung erfolgt in einem umfassenden Verfahren nach den Vorschriften des Baugesetzbuches (BauGB).

 

Ihre Ansprechpartner in Sachen Förderung

 

STEG

Herr    Konstantin Schmidt

Tel.       +49  0761 2928 137 16

E-Mail  konstantin.schmidt@steg.de

Standort Freiburg, Kartäuserstr. 51a, 79102 Freiburg

STEG

Herr       Dipl.-Ing Tobias Jägle, Architekt und Stadtplaner

Tel.        +49 7825 87719 75

E-Mail   steg@mathis-jaegle.de

Bürgermeisteramt Rust

Frau     Melanie Graß

Tel.      +49 7822 8645 - 26

E-Mail   melanie.grass@rust.de

Sanierung "Ortsmitte" - Fördersätze


Am 16.12.2013 hat der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung die Fördersätze für private Erneuerungsmaßnahmen festgesetzt.
Werden die nachfolgenden Voraussetzungen (Mindesausbaustandard) erfüllt, so können folgende Fördersätze gewährt werden:


Regelförderung (einzelfallbezogene Abweichungen sind möglich)

Erneuerung      

Erneuerung touristisch genutzter Gebäude 
(FeWo, Pension o.ä.)

Gebäude mit
städtebaulich
besonderer
Bedeutung      

Abbruch           

Gebäude-
restwert      

30 %
max. 30.000 €

"Nullföderung"
(nur Steuervorteile)

40 %
max. 40.000 €

100 %
max. 30.000 €

0 €


1. "Erneuerungszuschuss"

a) Für die Erstattung der Kosten von privaten Erneuerungsmaßnahmen (Modernisierungs-, Instandsetzungs- und Umnutzungsmaßnahmen) an Gebäuden gelten die Städtebauförderrichtlinien (StBauFR). Der Zuschuss bei Gebäuden beträgt maximal 30% der berücksichtigungsfähigen Kosten. Bei Gebäuden mit besonderer Bedeutung (ortsbildprägend, historisch bedeutsam, denkmalgeschützt u.ä.) kann eine Erhöhung auf  max. 40% erfolgen. Bei Gebäuden, die touristisch genutzt werden, z.B. Ferienwohnungen, Pension, wird kein Zuschuss gewährt, es können jedoch steuerliche Vorteile im Sanierungsgebiet genutzt werden ("Nullvereinbarung").

b) Der maximale Kostenerstattungsbetrag wird auf 30.000 EUR gedeckelt; bei Gebäuden mit besonderer Bedeutung auf max. 40.000 EUR. Das Mindestinvestitionsvolumen ("Bagatellgrenze") beträgt 10.000 EUR.

c) Einzelfallbezogen kann durch gesonderten Beschluss des Gemeinderates eine abweichende Zuwendung gewährt werden.

d) Die Gemeindeverwaltung wird ermächtigt, einzelne Vereinbarungen über Erneuerungsmaßnahmen abzuschließen.


2. "Erstattung von Abbruchkosten"

a) Im Rahmen von Ordnungsmaßnahmen werden die vertraglich vereinbarten Abbruch-, Abbruchfolgekosten und Abbruchnebenkosten entsprechend der Sanierungszielsetzung wie folgt erstattet: Abbruchkosten u. Abbruchfolgekosten zu 100%; es erfolgt keine Erstattung der "Untergehenden Bausubstanz" (Restwert). Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 30.000,- €. Das Mindestinvestitionsvolumen ("Bagatellgrenze") beträgt 10.000,-- €.

Abweichungen sind im Einzelfall mit Zustimmung des Gemeinderates möglich.

b) Die Gemeindeverwaltung wird ermächtigt, einzelne Vereinbarungen über Ordnungs- und Baumaßnahmen abzuschließen.


3. "Mindestausbaustandard"

Beim Abschluss von Erneuerungsvereinbarungen ist darauf zu achten, dass nachfolgende Anforderungen eingehalten werden:

1) bauliche Mängel im Bereich des Dachs und Dachstuhls, an der Fassade und an den tragenden Bauteilen müssen beseitigt werden (notwendige Instandsetzungsmaßnahmen),

2) eine ausreichende Wärmedämmung im Bereich der Außenwand einschließlich der Fenster und im Dachbereich muss erreicht werden,

3) ein umweltfreundliches und energiesparendes zentrales Heizsystem muss vorhanden sein, dabei sind auch alternative Energieträger (Solarenergie) denkbar,

4) jede Wohnung muss einen eigenen Abschluss aufweisen,

5) in jede Wohnung ist eine Nasszelle mit modernen Sanitäranlagen und einer anzustrebenden zentralen Warmwasserbereitung einzubauen,

6) das WC muss sich innerhalb der Wohnung befinden,

7) sämtliche Installationen im Gebäude (insbesondere die Elektroleitungen) müssen den heutigen technischen Anforderungen entsprechen,

8) Erneuerungsmaßnahmen und Neubauten haben der Ortsbildpflege zu dienen. Hierzu werden gesondert Grundsätze zur Ortsbildpflege beschlossen. 

Eine Abweichung im Einzelfall soll nur dann erfolgen, wenn die bauliche Struktur des Gebäudes (z. B. Denkmalschutz) die Erfüllung einzelner Anforderungen nicht zulässt oder wenn mit einzelnen Punkten ein unzumutbarer Kostenaufwand verbunden wäre.


4. Grundsätze zur Ortsbildpflege

Bei Erneuerungsmaßnahmen (Modernisierung, Instandsetzung und Umnutzung) von Bestandsgebäuden und bei Neubauten, die innerhalb des Sanierungsgebiets errichtet werden, sind die Gestaltungsgrundsätze zur Orsbildepflege vom 17.12.2013 einzuhalten. 

Sanierung "Ortsmitte" - Verfahren

Was ist zu tun?

Ihr Grundstück liegt innerhalb des Sanierungsgebietes und Sie planen, Sanierungs- oder Ordnungsmaßnahmen vorzurnehmen? Reichen Sie bitte den Antrag "Sanierung Ortsmitte" unterschrieben bei der Gemeinde ein - gern auch per E-mail (liegenschaftsamt@rust.de). Ein persönliches Erscheinen ist nicht erforderlich:

Gemeinde Rust
Liegenschaftsamt
Draisstraße 1
77977 Rust

Hier geht es zum Förderantrag

Förderantrag Sanierung Ortsmitte PDF (60.58 kB)