Bebauungsplanverfahren

Bebauungsplan "Ellenweg IV", Gemeinde Rust

Offenlage des Planentwurfes nach § 3 Abs. 2 BauGB

 

Aufstellungsbeschluss:  21.03.2016

Auslegungsbeschluss:   03.07.2017


 

Der Gemeinderat der Gemeinde Rust hat am 03.07.2017 in öffentlicher Sitzung den Entwurf des Bebauungsplans "Ellenweg IV" (im nachfolgenden B-Plan genannt) mit Umweltbericht gebilligt und den Beschluss gefasst, die öffentliche Auslegung durchzuführen.

Geltungsbereich

Der Geltungsbereich des B-Plans ist im nachfolgend abgedruckten Planausschnitt zeichnerisch dargestellt.

Der Geltungsbereich des B-Planes umfasst ca. 4,31 ha. Das Gebiet liegt am östlichen Ortsrand von Rust und wird im Osten künftig durch die neue Erschließungsstraße "Innerer Ring" sowie im Süden durch die Erich-Spoth-Straße und im Norden durch den Ellenweg begrenzt. Im Süden grenzt es an das Baugebiet "Ellenweg II". Im Westen schließt das Planungsgebiet an den bestehenden Kindergarten an.

Im südlichen bzw. östlichen Bereich des Planungsgebietes überlagert der B‑Plan "Ellenweg IV" einen Teilbereich des Geltungsbereichs des rechtskräftigen B-Planes "Innerer Ring" sowie des B-Plans "Wasserpark". Mit Inkrafttreten des B-Plans "Ellenweg IV" werden diese überlagerten Teilbereiche im rechtskräftigen B-Plan "Innerer Ring" sowie B-Plan "Wasserpark" geändert.

Der Bebauungsplan "Ellenweg IV" mit Umweltbericht wird in der Zeit vom

 28. Juli 2017  bis  11. September 2017 (je einschließlich)

 gemäß § 3 Abs. 2 BauGB beim Bürgermeisteramt Rust, Draisstr. 1, während den üblichen Dienststunden öffentlich ausgelegt.


Bestandteile und Informationen

Bestandteil der ausgelegten Unterlagen sind auch die bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungsnahmen

  • Stellungnahme des RP Freiburg, Abt. 9 / Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau

  • Stellungnahme des LRA Ortenaukreis, Untere Naturschutzbehörde

  • Stellungnahme des LRA Ortenaukreis, Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz

  • Stellungnahme des LRA Ortenaukreis, Amt für Landwirtschaft

 

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

  • Umweltbericht mit Aussagen zum Artenschutz / Planungsgruppe Landschaft u. Umwelt

  • Artenschutzrechtliche Beurteilung, Büro für Landschaftsökologie Laufer

  • Entwässerungskonzept des Ing.-Büros Zink

  • Gutachtliche Stellungnahme / Lärm des Büros Dr. Jans

 

Der Umweltbericht vom März 2017 enthält:

  • eine Beschreibung und Bewertung des derzeitigen Umweltzustandes (Schutzgüter: Menschen, Pflanzen/Tiere, Boden Wasser, Klima/Luft, Landschaft, Kultur- und sonstige Sachgüter)

  • eine Prognose der Umweltauswirkungen des Vorhabens auf die einzelnen Schutzgüter (gegliedert nach Bau, Anlage und Betrieb)

  • Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung und zum Ausgleich nachteiliger Umweltauswirkungen (Maßnahmen innerhalb und ausserhalb des Plangebietes)

  • eine naturschutzrechtliche Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung

 

Bei der naturschutzrechtlichen Eingriffs-/Ausgleichsregelung nach § 1a BauGB i.V.m. § 18 BNatSchG wurden umweltbezogene Aussagen zu folgenden Aspekten getroffen:

  • Schutzgut Menschen: Die Auswirkungen auf das Schutzgut Menschen sind unerheblich; Ausgleichsmaßnahmen sind keine erforderlich

  • Schutzgut Pflanzen: Durch das Vorhaben werden Äcker, Wiesen, Streuobstbestände und Feldhecken dauerhaft in Anspruch genommen; der Verlust ist auszugleichen

  • Schutzgut Tiere: Die Auswirkungen auf das Schutzgut Tiere sind erheblich. Betroffen sind Fledermäuse und Vögel. Werden alle aufgeführten Vermeidungs- und Miderunsmaßnahmen umgesetzt, hat der Eingriff keine erheblichen Beeinträchtigungen zur Folge.

  • Schutzgut Boden: Durch die Bebauung wird Boden (Pseudogley-Parabraunerde) dauerhaft in Anspruch genommen, wobei die Bodenfunktionen, wie z.B. Filter und Puffer für Schadstoffe, vollständig verloren gehen; der Verlust ist auszugleichen

  • Schutzgut Oberflächengewässer: Sind im Plangebiet keine vorhanden

  • Schutzgut Grundwasser: Die Auswirkungen auf das Schutzgut Grundwasser sind unerheblich. Durch die örtliche Versickerung von Niederschlagswasser werden erhebliche Auswirkungen weitestgehend vermieden; Ausgleichsmaßnahmen sind keine erforderlich

  • Schutzgut Klima/Luft: Die Auswirkungen auf das Schutzgut Klima/Luft sind unerheblich; Ausgleichsmaßnahmen sind keine erforderlich

  • Schutzgut Landschaft: Die Auswirkungen auf das Schutzgut Landschaft sind unerheblich; Ausgleichsmaßnahmen sind keine erforderlich

Schutzgut Kultur- und sonstige Sachgüter: Sind im Plangebiet keine vorhanden


Ökologische Ausgleichsmaßnahmen

Die Wertverluste bzw. Flächen- und Funktionsverluste beim den Schutzgütern Pflanzen/Tiere und Boden werden durch die Renaturierung der Alten Elz (Ökokontomaßnahme Nr. 16), die Anlage einer Wilden Hecke und die Aufwertung von Waldflächen (Ökokontomaßnahme Nr. 7) naturschutzrechtlich ausgeglichen.

Die Bautätigkeiten im Plangebiet werden durch eine Ökologische Baubegleitung betreut, kontrolliert und dokumentiert.

Im Rahmen eines Monitoring wird geprüft, inwieweit die formulierten Ziele bei den einzelnen Maßnahmen erreicht werden.


Anregungen und Bedenken

Während der Auslegungsfrist können die Unterlagen eingesehen sowie Anregungen und Bedenken hierzu schriftlich oder mündlich zur Niederschrift bei der Gemeinde Rust vorgetragen werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können. Ein Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) ist unzulässig, wenn mit ihm nur Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können (§ 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB).

Einzelne Bestandteile zum Download und Information

Öffentliche Bekanntmachung PDF (1.25 MB)
Begründung PDF (66.8 kB)
ZT-Ausschnitt PDF (911.92 kB)
Übersichtsplan PDF (686.38 kB)
Umweltbericht PDF (8.81 MB)