08.10.2019

Überdurchschnittlich hohe Waldbiotopfläche in Rust

Waldbegehung

Pressemitteilung der Gemeinde Rust vom 8. Oktober 2019

16,9 Prozent der 252 Hektar Gesamtfläche des Ruster Gemeindewaldes bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.  
 
RUST. Vertreter des Landratsamtes und des Regierungspräsidiums Freiburg sowie Revierförster Lothar Bellert präsentierten Ende September dem Ruster Gemeinderat und dem Bürgermeister während einer Waldbegehung die erfreulichen Neuigkeiten. Über zehn Prozent mehr Waldbiotopfläche weist der Gemeindewald im Vergleich zum durchschnittlichen Wert in Baden-Württemberg aus.
 
Im Rahmen der aktuellen Forsteinrichtung, einem wichtigen Planungsinstrument in der Forstwirtschaft, wurde eine Waldinventur durchgeführt, bei der der Zustand des Ruster Gemeindewaldes erfasst wurde. Insgesamt 25 Biotope, darunter seltene Waldgesellschaften, Feuchtbiotope und historische Bewirtschaftung, wurden so dokumentiert. Die Kartierung ergab, dass dort viele seltene Tiere vorkommen. Bechstein- und Wemperfledermäuse, das große Mausohr, Gelbbauchunken, Hirschkäfer, Mittelspechte und Horstbäume vom Schwarzmilan konnten festgestellt werden.  Dieses tolle Ergebnis ist insbesondere auf die hohe Gewichtung von Naturschutz in der forstwirtschaftlichen Arbeit der Gemeinde Rust zurück zu führen. Das bedeutet, auch der ökonomische Nutzen des Waldes wurde dem Ziel einer umweltfreundlichen Forstwirtschaft untergeordnet.
 
Auch in Zukunft soll die Arbeit in dieser Art und Weise fortgeführt werden. Auf Grundlage der Waldinventur, wurden die einzelnen Aufgaben und Maßnahmen in der neuen Forsteinrichtung für die nächsten zehn Jahre geplant und festgehalten. Ziel ist, die Waldbiotope zu erhalten und weiter zu fördern. Der Gemeinderat hat am 30. September die Forsteinrichtung einstimmig verabschiedet.
 
 
Bild: 43 Hektar Waldbiotopfläche kann der Ruster Gemeindewald nach der jüngsten Forsteinrichtung vorweisen.