26.05.2020

Krisenstab zum Schutz der Bevölkerung

Pressemitteilung der Gemeinde Rust vom 26. Mai 2020.

Bereits seit zwei Jahren arbeitet die Gemeinde Rust am Ausbau ihres Krisenstabes, auch mit professioneller Begleitung. Dass eine globale Pandemie die erste große Herausforderung werden würde, hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kaum gedacht.

Als in Rust die ersten FFP-2-Masken für die Sicherheits- und Rettungskräfte bestellt wurden, war für viele der Corona-Virus noch weit entfernt: "Eine zentrale Aufgabe unseres Stabes für außergewöhnliche Ereignisse, kurz SAE, ist es, im besten Fall Gefahren abzuschätzen und abzuwehren, bevor sie für die Menschen konkret werden", so Bürgermeister Kai-Achim Klare.

Die größte Herausforderung für den Krisenstab in den ersten Tagen der Corona-Pandemie war zweifellos, in einer unübersichtlichen Situation die richtigen Entscheidungen, etwa bei der Absage von Veranstaltungen, zum Schutz der Bevölkerung zu treffen und dabei alle potenziellen Szenarien im Blick zu behalten. Dafür traf sich der Stab gerade in der ersten Phase täglich, zum Teil bis in die Nacht hinein.

Die Aufgaben des Krisenstabes sind vielseitig und orientieren sich stark an den unterschiedlichen Situationen im Verlauf der Pandemie:  Zu Beginn stand der Erlass von Verfügungen, die Beschaffung von Schutzausrüstung, die Information der Öffentlichkeit in Pressemitteilungen und Videobotschaften und die Umorganisation etwa der Feuerwehr im Vordergrund. Bald kamen die Interpretation von Verordnungen, die Aufbereitungen von Hinweisen für Betriebe und Vereine und die Einrichtung von Notbetreuung in Kitas und Schule sowie die Koordination von Hilfsangeboten in der Gemeinde hinzu.

Der Stab setzt sich aus den Amtsleitungen und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen, die jeweils eigene Funktionsbereiche abdecken. Die Koordination hatte in den vergangen Tagen Alexander Schindler inne, der ansonsten für den Umweltbereich verantwortlich ist, aber neben dieser Funktion seit einiger Zeit auch den Bevölkerungsschutz neu strukturiert. „Ich bin ihm als Koordinator und dem gesamten Team für die professionelle Arbeit der letzten Tage außerordentlich dankbar", so Klare. „Die Zeit und die Ressourcen, die wir in den Bereich Bevölkerungsschutz investiert haben, waren gut angelegt.“

Aktuell arbeiten die Mitglieder des Stabes an Konzepten für die Wiedereröffnung weiterer öffentlicher Einrichtungen, immer in der Hoffnung, dass die Zahl der Infektionen weiter niedrig bleibt. Auch wenn in vielen Bereichen des Lebens Lockerungen Einzug halten, ist Covid-19 noch nicht bezwungen. Daher bleibt es in den nächsten Wochen eine zentrale Aufgabe, das Zusammenleben so zu organisieren, dass die Menschen in Rust weiter bestmöglich geschützt sind.