Gesundheitsamt des Landratsamtes Ortenaukreis informiert zum Coronavirus

 

Alle aktuellen Informationen des Landratsamt Ortenaukreis unter:

www.ortenaukreis.de/corona

 

16.03.2020

Informationen zum Corona-Virus in leichter Sprache (Download PDF)

FAQ zu Schul- und Kita-Schließungen (Download PDF)

12.03.2020

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 (Download PDF)

11.03.2020

Elsass Corona-Risikogebiet: Ortenaukreis hält an seinen Empfehlungen fest und rät der Bevölkerung, Grenzübertritte zu vermeiden

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat heute seine Einschätzung internationaler Risikogebiete für das neue Coronavirus erweitert und die französische Region Grand Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) zum Risikogebiet erklärt. Landrat Frank Scherer hat angesichts der anbahnenden Entwicklungen bereits am Montag Ortenauer Bildungseinrichtungen, Organisationen und Unternehmen empfohlen, Mitarbeiter, Schüler und Betreuer, die ihren Wohnort im Elsass haben, möglichst freizustellen. Darüber hinaus hat das Kultusministerium Baden-Württemberg heute verbindlich angewiesen, dass alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und vorsorglich 14 Tage zu Hause bleiben.

Veranstaltern empfiehlt der Ortenaukreis weiterhin, generell immer die Zusammensetzung der Veranstaltung und die jeweiligen Räumlichkeiten zu beleuchten und Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern abzusagen oder zu verschieben. Älteren Menschen und Menschen mit relevanten Vorerkrankungen wird grundsätzlich geraten, größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Nach der heutigen RKI-Entscheidung hält der Ortenaukreis insoweit an seinen bisherigen Empfehlungen bis auf Weiteres fest und empfiehlt zusätzlich der gesamten Bevölkerung, Grenzübertritte möglichst zu vermeiden.
Für Personen, die kürzlich im Elsass waren oder jene, die die Grenze überschreiten mussten und müssen, wird aktuell empfohlen, möglichst Kontakte zu meiden und wenn Symptome auftreten, zuhause zu bleiben und den Hausarzt telefonisch zu kontaktieren. Wer am Wochenende medizinische Probleme bekommt, dem hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 weiter. Der Ortenaukreis orientiert sich dabei an der aktuellen Empfehlung des Sozialministeriums Baden-Württemberg für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Demnach sollten Personen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben oder Kontakt mit einer an dem neuen Coronavirus erkrankten Person hatten, und bis 14 Tage nach der Rückkehr bzw. dem Kontakt grippeartige Krankheitssymptome entwickeln, einen Arzt aufsuchen.

(Für eine größere Darstellung klicken Sie auf das Bild)

 

10.03.2020

Empfehlungen an die Städte und Gemeinden im Umgang mit dem COVID 19

Angesichts der aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus empfiehlt das Landratsamt den Städten und Gemeinden des Ortenaukreises bis auf Weiteres

1.    als Träger von Gemeinschaftseinrichtungen im Sinne des § 33 Infektionsschutzgesetz (IfSG), insbesondere Schulen, Kindertageseinrichtungen und        sonstigen Bildungseinrichtungen, den jeweiligen Leitungen zu empfehlen, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Betreuerinnen und Betreuer sowie               sonstige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst freizustellen, sofern diese ihren Wohnort in denDepartements Haut-Rhin und Bas-Rhin haben.

2.    ihren Unternehmen, Institutionen und sonstige Organisationen zu empfehlen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihren Wohnsitz in den                
       Departements Haut-Rhin und Bas-Rhin haben, möglichst freizustellen; hier sind generell Home-Office und Telearbeit denkbar.
       Bei systemrelevanten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Einzelfallenscheidungen denkbar, wie zum Beispiel die Einrichtung eines kontaktarmen      
       Arbeitsplatzes.

3.    den Veranstaltern (nicht den Eigentümern der Räumlichkeit, etc.) zu empfehlen, Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern abzusagen oder zu 
       verschieben. 

       Generell ist der jeweilige Einzelfall zu würdigen. Insbesondere die Zusammensetzung der Veranstaltung und die jeweilige Ausstattung der
       Räumlichkeiten. Im Übrigen, empfehlen wir grundsätzlich, älteren Menschen bzw. Menschen mit relevanten Vorerkrankungen vorerst generell keine         Veranstaltung mehr zu besuchen.

 

09.03.2020

Informationen für Familien, in denen einer oder mehrere Personen eine häusliche Quarantäne empfohlen wurde (Download PDF)

09.03.2020

Handlungsemfpehlungen für eine häusliche Quarantäne bei engen Kontaktpersonen von an COVID-19 Erkrankten oder Erkrankten mit leichtem Krankheitsbild - Stand: 05.03.2020 (Download PDF)

09.03.2020

Handlungsempfehlungen für eine häusliche Isolierung symptomfreier Personen nach Rückkehr aus einem Risikogebiet oder Kontakt mit einer an COVID-19 erkrankten Person - Stand: 29.02.2020 (Download PDF)

09.03.2020 (Stand: 13 Uhr)

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 (Download PDF)

 

06.03.2020

Rundschreiben an die Schulleiterinnen und Schulleiter im Ortenaukreis zur Durchführung von Klassenfahrten (Download PDF)

 

Mitteilung vom 02.03.2020

Ortenauer Gesundheitsamt koordiniert kreisweit die Tests auf das Coronavirus

Verfahren mit Kreisärzteschaft und Ortenau Klinikum abgestimmt

In Baden-Württemberg sind vermehrt Infektionen mit dem neuen Coronavirus aufgetreten. Der öffentliche Gesundheitsdienst, die Kliniken und niedergelassene Ärzte arbeiten daran, eine Weiterverbreitung des Virus innerhalb der Bevölkerung zu minimieren. Mögliche Tests auf das Coronavirus koordiniert im Ortenaukreis ab sofort das Gesundheitsamt, wie dessen Leiterin Evelyn Bressau bekannt gibt. „Getestet werden nach wie vor nur solche Personen, die in Risikogebieten gewesen sind und erkrankt sind, oder nachgewiesenermaßen einen Kontakt zu einem bereits am Coronavirus erkrankten Patienten hatten und erkrankt sind“, betont Bressau.

Alle anderen Personen, die in Risikogebieten waren, aber nicht erkrankt sind, werden gebeten, zu Hause zu bleiben und wenn möglich für 14 Tage unnötige Kontakte vor allem mit chronisch Kranken und immungeschwächten Personen zu meiden.

Die Tests selbst werden nicht von den Mitarbeitern des Gesundheitsamts durchgeführt. „Das machen ausschließlich Ärzte aus der ambulanten oder stationären Versorgung. Die niedergelassenen Ärzte entscheiden weiterhin nach Symptomlage darüber, ob jemand getestet wird oder nicht“, so Bressau. Das Gesundheitsamt koordiniert als zentrale Meldestelle dann die Termineinteilung der ihnen von den Hausärzten und dem ärztlichen Bereitschaftsdienst gemeldeten Personen. Die Abstriche erfolgen in Räumlichkeiten des Ortenau Klinikums in Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Notdienst. Dieses Verfahren wurde zusammen mit der Kreisärzteschaft und dem Ortenau Klinikum festgelegt. „Daran werden wir uns strikt halten“, so Bressau, die auch betont, dass ein zu früher Test in der Inkubationszeit nicht sinnvoll sei, da negative Ergebnisse eine falsche Sicherheit vermitteln könnten. „Zu früh Getestete können später immer noch erkranken“, so Bressau. „Wir wissen, dass 80 Prozent der Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus milde verlaufen. Es sind häufig ältere und bereits vorerkrankte Personen, die schwere Krankheitsverläufe entwickeln. Was wir zurzeit verhindern wollen ist, dass gleichzeitig viele Menschen erkranken, damit das soziale Leben und auch die Infrastruktur des Gesundheitswesens nicht überlastet werden“, so die Amtsleiterin. Vorrangige Aufgabe sei es deshalb, erste Infektionsketten zu finden und weitere Infektionen zu vermeiden.

Für alle, die in Risikogebieten gemäß der Definition des Robert-Koch Institutes (RKI) gewesen sind und Symptome feststellen, gilt nach wie vor die Regelung, dass sie sich bei ihrem Arzt telefonisch melden. Wer am Wochenende medizinische Probleme bekommt, dem hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 weiter. Dort werden u.a. die Symptome erfragt und, wenn nötig, für die Durchführung eines Abstrichs an das Gesundheitsamt vermittelt.

Bei Fragen zum Virus hat das Gesundheitsamt ein Bürgertelefon mit der Rufnummer 0781 805-9695 eingerichtet. Weitere Informationen und Handlungsempfehlungen gibt es auch auf der Webseite des Ortenaukreises unter www.ortenaukreis.de/corona

 

 

Mitteilung vom 26.02.2020

Gesundheitsamt informiert zum Coronavirus

Das Gesundheitsamt ist auf eine Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) vorbereitet und warnt eindringlich vor Panik

„Das Risiko für eine Ansteckung unterscheidet sich deutlich, wenn man die Anzahl der Erkrankten und die Verteilung der Erkrankungen in einem bestimmten Gebiet berücksichtigt. Daher gibt es Regionen oder Städte, die als Risikogebiete eingestuft werden. Das bedeutet, für Personen, die nicht aus einem Risikogebiet kommen und keinen Kontakt mit einer erkrankten Person hatten, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie sich infiziert haben könnten“, erläutert Evelyn Bressau, Leiterin des Gesundheitsamts im Landratsamt Ortenaukreis. Personen, die aus ausgewiesenen Regionen kommen und befürchten sich angesteckt zu haben, etwa bei einer erkrankten Person, werden gebeten Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufzunehmen. Dieses informiert den Einreisenden über das COVID-19-Ausbruchsgeschehen, Krankheitsbild, mögliche Krankheitsverläufe und Übertragungsrisiken. Es erfolgt eine individuelle Befragung, um das individuelle Risiko zu erheben und Maßnahmen festzulegen. Das Management symptomloser Personen erfolgt analog der RKI-Empfehlung für Kontaktpersonen, die ein geringeres Infektionsrisiko haben. Hierzu gehört, je nach Ermittlungsergebnis des Gesundheitsamtes (z.B. Angabe von Kontakt zu Erkrankten) die Empfehlung einer häuslichen Isolierung.

Eine Ansteckung kann erst mit Beginn der Symptome festgestellt werden. „Es macht keinen Sinn, sich prophylaktisch testen zu lassen“, so die Amtsleiterin. „Wenn keine Symptome vorhanden sind, wird der Test negativ ausfallen.“ Das bedeutet aber nicht, dass eine spätere Erkrankung ausgeschlossen ist. Die Spanne von Ansteckung bis zum Erkrankungsbeginn dauert in der Regel maximal 14 Tage. Insofern sind auch Unbedenklichkeitsbescheinigungen bei symptomlosen Personen nicht möglich. Ein Test kann zu früh eine falsche Entwarnung geben.

Bei Personen, die unsicher sind, ob sie angsteckt wurden, muss zwischen Personen mit und Personen ohne Symptome unterschieden werden. Personen ohne Symptome, werden vom Gesundheitsamt zur individuellen Risikoeinschätzung beraten. Diese erfolgt immer aufgrund einer Reiseanamnese und der Frage, ob überhaupt ein Kontakt mit einer erkrankten Person stattgefunden hat.

Personen mit Symptomen sollten telefonisch Kontakt mit ihrem Hausarzt aufnehmen und über die vergangene Reise und die aufgetretenen Symptome berichten. Das Gesundheitsamt steht mit den niedergelassenen Kollegen in Kontakt und hat ein Schema entwickelt, nach dem das persönliche Risiko eingeschätzt werden kann.

Sollte eine Infektion wahrscheinlich sein, wird die betroffene Person von Hausarzt oder dem Gesundheitsamt an das Ortenau-Klinikum verwiesen. Dort findet in einer speziellen Ambulanz eine Testung statt.

Wenn jemand positiv auf den Corona-Virus getestet wurde, wird der Patient auf einer speziell ausgewiesenen Isolierstation des Klinikums aufgenommen und behandelt. Die Kontaktpersonen werden ermittelt und entsprechend den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes vom Gesundheitsamt beraten und gegebenenfalls häuslich isoliert.

Der Kreis hat bereits umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. Das Klinikum, die Rettungsdienste und die Hausärzteschaft sind in der Diagnoseerhebung und den weiteren Maßnahmen eingebunden und werden fortlaufend aktuell informiert.

 

Aktuell ausgewiesene Risikogebiete finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts unter folgendem Link:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Das Robert-Koch-Institut aktualisiert die Liste regelmäßig.

 

Symptome:

Atemwegserkrankungen, wie Husten und Schnupfen und ggf. Fieber sowie unspezifische Krankheitssymptome, wie man sie von einer Grippe kennt.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen mit Vorerkrankungen, einen schwereren Verlauf der Erkrankung zu erleben.

 

Wie kann man sich selbst am besten schützen?

Generell kann man sich mit folgenden Maßnahmen gegen Tröpfcheninfektionen schützen:

  • regelmäßig und sorgfältig die Hände waschen (mindestens 20 Sekunden mit Seife, bis zum Handgelenk),
  • Händeschütteln und Umarmungen vermeiden,
  • in die Armbeuge niesen und nicht in die Hand,
  • mindestens ein bis zwei Meter Abstand zu Erkrankten halten, den Kontakt kurzhalten
  • Augen, Nase und Mund nicht mit den Händen berühren,
  • Taschentücher nur einmal nutzen und schnell entsorgen,
  • belebte Orte und Veranstaltungen meiden.
     

Bei weiteren Fragen ist unser Bürgertelefon zu den Öffnungszeiten des Landratsamts erreichbar unter der Telefonnummer 0781/ 805-9695.

Wer am Wochenende medizinische Probleme bekommt, dem hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 weiter.

Informationen und Antworten zum Coronavirus erhalten Sie auch auf den Internetseiten 

 

Pressemitteilung vom 31.01.2020

Ortenaukreis gut vorbereitet

Das Gesundheitsamt des Ortenaukreises und das Ortenau Klinikum sind ausreichend für das Coronavirus (2019-nCoV) vorbereitet. „Verdachtsfälle und Erkrankungen sind auch im Ortenaukreis möglich“, sagt Gesundheitsamtsleiterin Evelyn Bressau. „Die ersten Symptome sind vergleichbar mit denen eines grippalen Infekts, mit oder ohne Husten beziehungsweise Fieber. Auch Lungenentzündungen sind möglich“, so Bressau. Personen, die unter diesen Symptomen leiden, seien aber nicht gleichzeitig verdächtigt, an dem Corona-Virus erkrankt zu sein. Wer jedoch 14 Tage vor dem Beginn der Symptome eine Reise in die chinesische Provinz Hubei (insbesondere Wuhan) unternommen hat oder von dort stammend in den vergangen zwei Wochen eingereist ist oder in dieser Zeit engen Kontakt mit einem bestätigten Fall von 2019-nCV hatte, sollte folgende Punkte beachten: „Wenn das auf Sie zutrifft, bleiben Sie erst einmal zu Hause. Gehen Sie nicht in die Arztpraxen oder Notaufnahmen. Nehmen Sie stattdessen telefonischen Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf, am Wochenende wählen sie die 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdiensts. Telefonisch wird dann geklärt, ob und wo Sie weiter behandelt werden können“, informiert Bressau. Das Ortenau Klinikum hat eine zentrale Stelle eingerichtet, an der bei ausreichendem Verdacht Proben entnommen werden können und eine Labordiagnostik veranlasst wird. „Verdachtsfälle werden dorthin verwiesen. Bei Bedarf wird auch eine Klinikeinweisung auf eine spezielle Isolierstation veranlasst“, so die Gesundheitsamtsleiterin.

Die Ärzte und Ärztinnen im Ortenaukreis sowie die Leitstelle wurden durch das Gesundheitsamt über die Vorgehensweisen informiert. „Um im Ereignisfall weitere Infektionen zu vermeiden, ist es wichtig, dass sich betroffene Personen an das empfohlene Vorgehen halten“, appelliert Bressau.