Regeln zum Corona-Virus vom 15 April 2020

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Seit dem 15. April gibt es neue Regeln zum Corona-Virus.
Die Bundes-Kanzlerin und
die Regierungs-Chefinnen und Regierungs-Chefs der Bundesländer
Haben diese Regeln beschlossen.
Viele bisherige Regeln gelten weiter.
Denn wir müssen immer noch sehr vorsichtig sein.
Aber es gibt auch Dinge, die vorsichtig wieder erlaubt sind.
Dafür gelten allerdings strenge Schutz-Maßnahmen.
 
Das Corona-Virus ist sehr ansteckend.
Es kann eine Krankheit auslösen.
Die Krankheit heißt: Covid-19.
Sie kann für einige Menschen sehr gefährlich sein.
In Deutschland und auf der ganzen Welt
haben sich schon viele Menschen angesteckt.
 
Die Verbreitung vom Corona-Virus muss gestoppt werden.
Deshalb gibt es Regeln,
wie sich die Menschen in Deutschland verhalten müssen.
Diese Regeln gelten seit dem 22. März.
 
Die Regeln haben ein Ziel:
Die Menschen sollen sich
nicht gegenseitig mit dem Corona-Virus anstecken.
Die Ansteckungsgefahr ist sehr groß,
wenn Menschen zusammen sind.
Deshalb soll man zum Beispiel zu Hause bleiben.
Man soll keine anderen Personen treffen.

 

Ein sehr kleiner Zwischen-Erfolg

Mit den Regeln ist ein Zwischen-Erfolg erreicht worden.
Das heißt:
Die Ansteckungen passieren nicht mehr ganz so schnell wie vorher.
Aber immer noch schnell.
Deshalb ist es ein sehr kleiner Zwischen-Erfolg.
Wir müssen immer noch sehr vorsichtig sein.
Sonst könnte die Situation wieder schlimmer werden.
 
Die Bundes-Kanzlerin und
die Regierungs-Chefs der Bundesländer
haben am 15. April neue Regeln beschlossen.
Sie haben gemeinsam überlegt:
Was können wir erlauben?
Was können wir noch nicht erlauben?
Sie haben sich von Fachleuten beraten lassen.
Die Fachleute kennen sich gut
mit Viren und mit Ansteckungen aus.
 
Alle Menschen in Deutschland
müssen sich an diese Regeln halten.
 

Dringende Empfehlung: Mund-Nasen-Schutz tragen

Bundes-Kanzlerin Angela Merkel empfiehlt,
in der Öffentlichkeit eine Alltags-Maske zu tragen,
wenn man zu anderen Personen
keinen großen Abstand einhalten kann.
Zum Beispiel beim Einkaufen
oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Also in Bussen oder Bahnen.
Dann ist eine solche Alltags-Maske wichtig.
 
Eine Alltags-Maske ist ein Schutz aus Stoff
vor dem Mund und vor der Nase.
Manche sagen dazu auch:
Mund-Nasen-Schutz oder Mund-Schutz.
 

Wem hilft ein Mund-Nasen-Schutz?

Wenn man hustet, niest oder spricht,
gibt man kleine Tröpfchen in die Luft ab.
Das sind Tröpfchen von Spucke und Schleim.
 
Manche Menschen haben das Corona-Virus
und wissen das nicht.
Weil sie sich nicht krank fühlen.
Wenn sie husten, niesen oder sprechen,
verteilen sich die Corona-Viren in der Luft.
Wenn die Person einen Mund-Schutz trägt,
verteilen sich weniger Tröpfchen in der Luft.
 
Mit dem Mund Schutz werden die Menschen
In der Umgebung geschützt.
Nicht die Person, die die Maske trägt.
 
 

Was ist noch nicht erlaubt?

Vermeiden Sie Kontakt zu anderen Menschen

Sie sollen keinen Kontakt zu anderen Menschen haben.
Das bedeutet zum Beispiel:
Sie sollen sich nicht mit anderen Menschen treffen.
Bleiben Sie am besten zu Hause.
 
Es gibt von dieser Regel nur eine Ausnahme:
Sie dürfen Kontakt mit den Menschen haben,
mit denen Sie zusammenwohnen.
Zum Beispiel in einer Wohnung.

 

Halten Sie Abstand zu anderen Menschen

Wenn Sie draußen unterwegs sind,
müssen Sie einen großen Abstand
zu anderen Menschen halten.
 
Der Abstand soll wenigstens 1,50 Meter sein.
Besser sind 2 Meter Abstand.
Das sind ungefähr 2 große Schritte.
 
Bei den Menschen,
mit denen Sie zusammenwohnen,
muss der Abstand nicht so groß sein.

 

Das müssen Sie beachten, wenn Sie nach draußen gehen

Bewegung an der frischen Luft ist gesund.
Das Virus überträgt sich aber auch im Freien
von Mensch zu Mensch.
Sie müssen auch draußen sehr vorsichtig sein.
 
Draußen gelten folgende Regeln:
  • Sie dürfen alleine nach draußen gehen
  • Sie dürfen mit den Menschen nach draußen gehen,
  • mit denen Sie in einer Wohnung wohnen.
  • Sie dürfen sich mit 1 anderen Person treffen,

Dann müssen Sie unbedingt den Abstand von 1,50 Metern einhalten.

 

Diese Wege dürfen Sie machen

Sie dürfen die Wohnung verlassen,
wenn es nötig ist.
Sie dürfen die Wohnung verlassen, wenn Sie
  • Zur Arbeit müssen,
  • Einkaufen gehen,
  • zum Arzt müssen,
  • an ganz wichtigen Terminen teilnehmen,
  • zum Beispiel an Prüfungen,
  • an der frischen Luft Sport machen oder spazieren gehen.
Wenn Sie draußen unterwegs sein müssen,
müssen Sie unbedingt großen Abstand
zu anderen Menschen halten.
Und Sie dürfen nur mit Menschen nach draußen gehen,
mit denen Sie zusammenwohnen.
Oder mit 1 anderen Person.
 

Keine Reisen und Besuche

Sie sollen nicht verreisen.
Verreisen Sie nicht in Deutschland.
Verreisen Sie nicht ins Ausland.
Besuchen Sie nicht ihre Freunde oder Verwandten.
Bleiben Sie zu Hause.
 

Keine Partys oder Feiern in der Gruppe

Es ist nicht erlaubt,
in einer Gruppe zusammen zu feiern
oder eine Party zu machen.
 
Es ist egal, wo die Feier stattfindet.
Man darf nicht draußen feiern.
Man darf sich auch nicht zum Feiern in der Wohnung treffen.
Und man darf nicht an anderen Orten gemeinsam feiern.
 
Die Polizei überwacht,
ob diese Regel eingehalten wird.
Wer diese Regel nicht einhält,
kann bestraft werden.
 

Restaurants bleiben geschlossen

Restaurants bleiben geschlossen.
Das heißt:
Man kann nicht in ein Restaurant gehen
und dort etwas essen oder trinken.
 
Es gibt eine Ausnahme:
Die Restaurants dürfen Essen nach Hause liefern.
und man darf sich Essen abholen
Und es zu Hause essen.
 

Dienstleistungs-Betriebe für Körper-Pflege bleiben geschlossen

Dienstleistungs-Betriebe für die Körper-Pflege
Dazu gehören zum Beispiel:
  • Kosmetik-Studios
  • Massage-Praxen oder
  • Tattoo-Studios
Bei der Kosmetik oder bei der Massage
gibt es immer einen engen Kontakt.
Der wichtige Abstand von 1,50 Metern
lässt sich nicht einhalten.
 
Wer aber krank ist und eine medizinische Behandlung braucht,
darf sie auch jetzt bekommen.
 
Eine Ausnahme sind Friseur-Läden:
Friseur-Läden können ab dem 4. Mai wieder öffnen.
Aber sie müssen sich an strenge Vorschriften halten.
Es muss zum Beispiel Schutz-Kleidung geben.
Es dürfen nicht zu viele Menschen beim Friseur sein.
 

Auch diese Einrichtungen bleiben geschlossen

Geschlossen bleiben Geschäfte und Einrichtungen,
in denen viele Menschen zusammenkommen.
Oder Geschäfte, in denen es einen engen Kontakt gibt.
Dazu gehören zum Beispiel:
  • Cafés, Bars oder Kneipen
  • Theater, Kinos, Museen und Ausstellungen
  • Schwimmbäder und Spielplätze
  • Sport-Einrichtungen und Freizeiteinrichtungen

Keine großen Veranstaltungen

Große Veranstaltungen sind
bis zum 31. August 2020 verboten.
Das sind zum Beispiel
Konzerte oder Feiern mit sehr vielen Menschen.
 

Keine Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen

Nicht erlaubt sind Zusammenkünfte
in Kirchen, Moscheen und Synagogen.
Das heißt zum Beispiel:
In der Kirche gibt es keinen Gottesdienst.
Denn auch dort würden sich viele Menschen treffen.
 
 

Was wird erlaubt?

Regelungen für Geschäfte und Betriebe

Es gibt Betriebe,
die geöffnet bleiben müssen.
Das sind zum Beispiel:
  • Lebensmittel-Geschäfte
  • Apotheken
  • die Post
  • manche Behörden
  • Banken
Kleine und mittlere Geschäfte dürfen wieder öffnen.
Die Geschäfte dürfen nicht größer sein als 800 Quadrat-Meter.
800 Quadratmeter sind so groß wie 2 Basketball-Felder.
 
Öffnen dürfen auch
Autohändler, Fahrrad-Läden und Buchläden.
Bei diesen Geschäften ist die Größe egal.
 
Alle Betriebe müssen
sehr strenge Schutz-Maßnahmen einhalten.
Der Eintritt in die Geschäfte wird kontrolliert.
Es dürfen nur wenige Menschen gleichzeitig im Geschäft sein.
Es darf keine Warteschlangen geben.
Das ist wichtig,
um die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu schützen.
Und das ist wichtig für die Kunden und Kundinnen.
 

Regelungen für Schulen und Kinder-Tagesstätten

Die Prüfungen in den Abschluss-Klassen finden statt.
Das sind zum Beispiel das Abitur
oder andere Schul-Abschlüsse.
Die Schüler und Schülerinnen dürfen
für die Prüfung zur Schule gehen.
In den Schulen muss es aber Schutz-Maßnahmen geben.
 
Ab dem 4. Mai werden einige Schulen
langsam und sehr vorsichtig wieder öffnen.
Es starten nicht alle Klassen gleichzeitig.
 
Zuerst gehen die Schüler und Schülerinnen wieder zur Schule,
die  im nächsten Jahr ihre Prüfungen haben.
Und die Schüler und Schülerinnen
 im letzten Schuljahr der Grundschule.
Nach der Grundschule
wechseln die Schüler und Schülerinnen
auf eine andere Schule.
 
In den Schulen und Kinder-Tagesstätten
gibt es eine Not-Betreuung.
Es werden Kinder betreut,
bei denen die Eltern in wichtigen Bereichen arbeiten.
Zum Beispiel im Krankenhaus
oder bei der Polizei.
Deshalb können sich die Eltern tagsüber
nicht um die Kinder kümmern.
 
Jede Schule braucht in Zukunft einen Schutz-Plan.
In dem Schutz-Plan steht:
Es dürfen nicht so viele Kinder gemeinsam in der Klasse sein.
Die Schüler und Schülerinnen müssen Abstand halten.
Der Abstand ist wichtig im Unterricht und auch in der Pause.
Die Hygiene muss eingehalten werden.
Hygiene heißt: Sauberkeit.
Man wäscht sich gründlich die Hände.
Man benutzt Desinfektions-Mittel.
 

Regelungen für Pflege-Heime, Senioren-Heime und Behinderten-Einrichtungen

Für manche Menschen
ist das Corona-Virus sehr gefährlich.
Zum Beispiel für alte Menschen
Oder für Menschen, die schon eine andere Krankheit haben.
An manchen Orten leben
viele gefährdete Menschen zusammen.
Zum Beispiel in Pflege-Heimen,
in Senioren-Heimen oder in Behinderten-Einrichtungen.
 
Deshalb muss der Schutz vor dem Corona-Virus
dort besonders hoch sein.
Man muss aber auch darauf achten,
dass die Menschen nicht einsam werden.
Die Heime und Einrichtungen sollen deshalb
zusammen mit Fachleuten
besondere Schutz-Pläne entwickeln.

 

Wie geht es weiter?

Die Regeln gelten bis zum 3. Mai 2020.
Die Bundes-Kanzlerin
und die Regierungs-Chefs und Regierungs-Chefinnen der Länder
beobachten die Lage in Deutschland.
Sie werden die Menschen in Deutschland
am 30. April über weitere Maßnahmen informieren.
Die weiteren Maßnahmen können dann
ab dem 4. Mai gelten.
 
15. April 2020
Quelle: Bundesregierung (www.bundesregierung.de)